Stadt der Verbote

Gestern waren ein paar FreundInnen und ich am Wienfluss grillen; so am Stadtrand, wo der Fluss noch nicht ganz so dreckig und sogar noch ein bisschen wild ist. Wir fanden ein schönes Plätzchen direkt am Wasser, mensch konnte planschen, andere Menschen gab es fast nicht.

Also alles perfekt, schöner Ort, nette Stimmung, kühles Wasser, Sojawürstel am Grill, wenn…

Ja, wenn nicht 2 sportliche Männer mit ihren Fahrrädern dahergekommen wären. Sie sagten, sie arbeiten für die MA irgendwas, und meinten, wir könnten hier ohne Probleme bleiben, nur halt ohne Grill, Gas, Feuer oder sonstigem. In der Nähe gäbe es einen offiziellen Grillplatz, dort könnten wir grillen, Hier müsse der Grill weg.

Nach einer kurzen Diskussion untereinander -Stressfreiheit vs. Grillfreiheit- entschieden wir uns für die Stressfreiheit und übersiedelten auf den offiziellen Grillplatz. Das erste, was uns dort auffiel, war ein Tisch mit einem Sonnenschirm mit der Aufschrift „Grillplatzmeister“. Zuerst dachten wir an einen Scherz von einem hier Grillenden. Es war keiner. Nach einer Weile kam der Grillplatzmeister mit gelber Warnweste und meinte, wir können hier nicht grillen; wir müssten ein paar Meter weiter gehen.

Achja, als wir später den Platz verliesen, fiel uns ein Riesenschild „Grillen verboten“ auf.

Wie, du wärst echt eine schöne Stadt, wenn du nicht jeden Furz verbieten, reglementieren und kontrollieren müsstest.